Frau Spory schreibt:
Liebe Mitglieder, Freunde und Freundinnen des Fördervereins, liebe Gemeinde,
mit großer Freude gratuliere ich Ihnen zum 10-jährigen Bestehen Ihres Vereins. Zehn Jahre – das bedeutet eine ganze Dekade voller Engagement, voller Einsatz, voller Herzblut für die Johanneskirche in Gießen. Ich bedaure sehr, dass ich heute nicht persönlich bei Ihnen sein kann, um dieses Jubiläum mitzufeiern, da ich einen Vertretungsdienst in der Nachbarpropstei wahrnehme. Schön, dass Sie diesen Tag mit einem Festgottesdienst feiern und mit einem Festvortrag die Geschichte der Johanneskirche erzählen. Der Lehrtext der heutigen Tageslosung begleitet uns mit den Worten: „Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“ (Hebräer 13, 2)
Diese Worte weisen uns darauf hin, wie entscheidend offene Türen und offene Herzen sind. Genau das lebt Ihr Förderverein: Sie haben die Johanneskirche in den letzten zehn Jahren nicht nur als Gebäude bewahrt, sondern als einen Ort, an dem Menschen willkommen sind – ein Raum für Begegnung, Musik, Kultur, Gemeinschaft, Gebet und Glauben. Dabei dürfen wir nicht vergessen: All dies geschieht durch ehrenamtliches Engagement. Ohne Menschen, die ihre Zeit, ihre Kraft, ihre Ideen und oft auch ihre Geduld einbringen, wären viele Projekte schlicht nicht möglich. Sie alle zeigen, wie unverzichtbar bürgerschaftliches Engagement für Kirche und Gesellschaft ist. Es macht unser Miteinander menschlicher, reicher und lebendiger.Die Johanneskirche ist ein lebendiger Ort, an dem Generationen von Menschen ihren Glauben gelebt und bekannt haben, sie hat Menschen zusammengeführt und wohlmöglich den ein oder anderen Engel in ihren Reihen gehabt. Das ist Grund genug, heute dankbar auf die Kirche, ihre Unterstützer und die Gemeinde zu schauen.
Die Johanneskirche ist zugleich ein anerkanntes hessisches Kulturdenkmal. Sie zu bewahren bedeutet, ein Stück des gemeinsamen kulturellen Erbes zu erhalten – für uns, für kommende Generationen, und für alle, die in ihr Inspiration und Heimat finden. Dass dies gelingen konnte und weiterhin gelingt, ist ganz wesentlich Ihrem Einsatz zu verdanken. Möge die Johanneskirche weiterhin ein Ort bleiben, an dem Gottes Gastfreundschaft erfahrbar wird. Möge Ihr Einsatz Menschen berühren, stärken und zusammenführen – und möge das Engagement vieler Ihnen auch in Zukunft Rückenwind geben. In Gedanken bin ich Ihnen heute nah und danke Ihnen herzlich für alles, was Sie in den letzten zehn Jahren geschaffen haben – und für das, was Sie auch künftig gestalten werden.
Mit herzlichen Segenswünschen
Ihre Pröpstin
